Mikrokugeln können auch auf der Grundlage von leicht schmelzenden anorganischen, organischen oder metallischen Stoffen, die einen genauen Schmelzpunkt aufweisen, hergestellt werden. Hier wird ebenfalls das oben beschriebene Vibrationstropfverfahren eingesetzt. Die Aushärtung wird durch Kühlung erreicht.
Durch die nachfolgende Behandlung kann Zusammensetzung und Struktur der
Mikrokugeln beeinflusst werden. Die
Mikrokugeln können beispielsweise weich, hart, porös, beschichtet, aktiviert oder mit Wirkstoffeinschlüssen versehen sein. Auch können die
Mikrokugeln mittels einer Vibrationsplatte so sortiert werden, dass unrunde von exakt runden
Mikrokugeln abgetrennt werden. Man erhält so neben der engen Kornverteilung auch exakt runde
Mikrokugeln, das heißt, das Verhältnis des größten zum kleinsten Durchmesser der Einzelkugel (d
max/d
min) liegt sehr nahe bei 1,0. Des weiteren ist die Herstellung von
Mikrokugeln mit Dichten nahe der theoretischen Dichte möglich (z.B. 5,6 g/cm3 bei ZrO2).
Nahezu alle Materialien, die zu einer Flüssigkeit von geringer Viskosität überführt werden können und die durch chemische Reaktion beziehungsweise physikalische Behandlung zu einer festen Verbindung reagieren, können als Ausgangsstoff zur Herstellung von
Mikrokugeln dienen, wobei Durchmesser zwischen 5 mm und 50 µm erreicht werden.